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Luchsprojekt Harz


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Ergebnisse des Luchses M8

Die Wanderung geht weiter

Januar 2015


100 km Entfernung zum Geburtsort

Weiter nach Norden, bis kurz vor Springe wanderte Luchs M8, der nun ca. 20 Monate alt ist. Damit hat er sich rund 100 Kilometer von seinem Geburtsort entfernt. 


Am 4.12.2014 verlässt M8 den Solling und erreicht den nördlichen Hilsrand bei Duingen. Eine Daten-Übertragungslücke – wahrscheinlich durch mangelnde Mobilfunknetzabdeckung – macht es leider unmöglich nachzuvollziehen, wie er die Distanz von ca. 21 km Luftlinie durch weite Offenlandbereiche, den Elfas und über die vielbefahrene Bundesstraße 64 zurücklegte. Aber dass er mit den waldfreien Bereichen wenig Mühe hat, beweist er gleich noch zwei weitere Male. Denn im Hils hält er sich zunächst nicht lange auf. Nach nur 6 Tagen verlässt er am 10.12.2014 den Höhenzug, nutzt den Thüster Berg als Trittstein, quert ca. 5 km offene Landschaft und wechselt am 15.12.2014 in den weiter nördlich gelegenen Osterwald ein. Den Osterwald erkundet M8 ausgiebig und macht ganze 36 Tage Station. Am 20.1.2015. bricht er wieder auf. Er verlässt das Waldgebiet, quert etliche Kilometer waldlose Landschaft und zum zweiten Mal die Bundesstraße 1 und ist 24 Stunden später wieder zurück im Hils.



November 2014


Der Beginn einer langen Wanderung

Noch ca. drei Wochen nach dem Fang hielt sich M8 rund um Fürstenhagen auf. Ab dem 14.11.2014 begann er schließlich eine Wanderung nach Norden, vorbei an Bodenfelde, Schönhagen, Neuhaus und Silberborn bis an den nördlichen Waldrand des Sollings nahe Deensen und Heinade.

Das Jährlingsmännchen befindet sich damit rund 55 km von seinem Geburtsort entfernt. Es bleibt zu hoffen, dass M8 lange genug „am Sender“ ist, um herauszubekommen, wo er letztlich ein festes Streifgebiet etabliert.


Oktober 2014


Tausche Ohrmarke gegen Halsband

Am 22.10.2014 ging das Jährlingsmännchen M8 nahe Fürstenhagen in die Falle. Am Mittag hatte der Jagdpächter ein frisch gerissenes Reh auf einer Wiese am Waldrand gefunden und sofort gemeldet. Was für eine Überraschung war es, als das Tier, das um ca. 19 Uhr in die Falle ging, schon eine Ohrmarke trug.

Denn genau dieser Luchs ging schon einmal am 24.1.2014 im ca. 25 km entfernten Oberode in die Falle. Damals war er noch in Begleitung seiner Mutter und zwei Geschwistern und zu klein für ein Senderhalsband.


Täglich zwei Lokalisationen

Nun im Alter von ca. 17 Monaten und einem Gewicht von 19,5 kg kann er die ausgeklügelte Technik, die in einem Halsband verbaut ist, tragen.

Das GPS/GMS-Senderhalsband ermittelt zweimal täglich die Position des Luchses. Daten senden kann das Gerät aber nur, wenn es „Netz hat“. Bei der schlechten Mobilfunknetz-Abdeckung im Solling ist das ein Glücksspiel.

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