Die Technik
Von VHF bis GPS
Die VHF-Telemetrie
Diese Form der Telemetrie ist vielfach erprobt worden und hat sich bei einer ganzen Reihe von Tierarten bewährt.
Der Halsbandsender des Luchses gibt ein gleichmäßiges Funksignal ab, das mit Hilfe eines Empfangsgerätes über mehrere Kilometer hinweg hörbar gemacht werden kann.
Mit einer Richtantenne bestimmt der Bearbeiter im Gelände die Richtung, aus der das Signal am stärksten ertönt. Die Peilungen müssen dann von verschiedenen Standorten aus wiederholt werden. Die Position des Luchses befindet sich im Kreuzungspunkt der festgelegten Richtungen.
Gerade im Mittelgebirge erfordert die VHF-Telemetrie eine gute Ortskenntnis und viel Erfahrung.
Die GPS-Telemetrie
Bei dieser weiterentwickelten Form der Telemetrie trägt der Luchs ein Senderhalsband, das ähnlich einem PKW-Navigationsgerät zu bestimmten Zeiten seine Position selbstständig bestimmt, indem es Kontakt zu mehreren Satelliten herstellt. Das Halsband speichert die Position und sendet nach jeweils sieben abgeschlossenen Versuchen automatisch eine SMS mit allen neuen Daten an eine Bodenstation. Die Projektarbeiter erhalten die Informationen also direkt vom Luchs auf dem Computer am Schreibtisch.
Im Rahmen des Luchsprojektes Harz werden beide Formen der Telemetrie eingesetzt, um deren Vor- und Nachteile in der Mittelgebirgslandschaft zu erproben.