Was tun bei Rissen?
Beutereste des Luchses liefern wichtige Hinweise
Rissfunde geben nicht nur Aufschluss über die Anwesenheit eines Luchses, sondern liefern daneben Informationen über die Beuteauswahl der großen Katze. Außerdem gibt es in der Nähe oft die Möglichkeit, weitere Spuren des Tieres zu finden und auszuwerten oder mit Hilfe einer Foto- oder Videofalle den zurückkehrenden Luchs zu identifizieren.
Um alle wichtigen Spuren zu sichern, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:
Die Beutereste möglichst nicht bewegen oder von der Fundstelle entfernen. In der Regel kehrt der Luchs dorthin zurück. Falls eine Kamera zur Hand ist, am besten sowohl den Riss als auch den Bereich um die Fundstelle fotografieren. Falls ein Verbleiben des Risses an Ort und Stelle nicht möglich ist (z.B. in unmittelbarer Nähe eines Weges), diesen bitte nur so weit wie unbedingt nötig wegziehen. Besonders bei Schnee können im Umfeld des Risses Pfotenabdrücke des Luchses oder andere Spuren zu finden sein. Bewegen Sie sich daher vorsichtig, um nichts zu zertreten.
Benachrichtigen Sie uns unter den angegebenen Telefonnummern (Kontakt oder Luchsbeauftragte). Wir können dann gemeinsam mit Ihnen entscheiden, ob eine schnelle Besichtigung vor Ort durch einen Mitarbeiter oder Luchsbeauftragten sinnvoll ist.
Sollte ein Haustier, wie z.B. ein Schaf oder eine Ziege, von einem Luchs gerissen werden, erhält der Besitzer auch bundesländerübergreifend eine Ausgleichszahlung. Die Höhe des Betrages orientiert sich am Marktwert des jeweils verlorenen Tieres.
Private Jagdausübungsberechtigte erhalten einen Pauschalbetrag von EURO 50,- für die Meldung eines in ihrem Revier vom Luchs gerissenen Stückes Wild (Niederwild und Hochwild).