25.02.2011
Nationalparkplan 2011 in Kraft gesetzt
Umweltminister unterzeichnen Nationalparkplan im Kloster Drübeck
Mit der symbolischen Unterzeichnung durch Hans-Heinrich Sander, Niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz, und Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Umwelt und Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, wurde der erste gemeinsame Nationalparkplan des Nationalparks Harz am 25.2.2011 in Kraft gesetzt. Lesen Sie hier das gemeinsame Vorwort der Minister.
Vorwort
Der Nationalpark Harz ist ein Kind der Wiedervereinigung Deutschlands. Denn Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben es zum 1. Januar 2006 geschafft, auch den noch zu DDR-Zeiten ausgewiesenen Nationalpark „Hochharz“ und den 1994 gegründeten niedersächsischen Nationalpark „Harz“ zu vereinigen, so entstand der erste Bundesländergrenzen überschreitende Nationalpark. Am 1. April 2006 erfolgte dann – auf der Grundlage eines Staatsvertrages – die Einrichtung einer gemeinsamen Nationalparkverwaltung der Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit Sitz in Wernigerode und einer Außenstelle in Sankt Andreasberg.
Mit einer Größe von 24.732 Hektar ist der Nationalpark Harz ein Gebiet, in dem inzwischen über 50 Prozent der Fläche der Naturdynamik überlassen worden sind. Hier kommt das Nationalparkmotto „Natur Natur sein lassen“ besonders zum Tragen. In anderen Teilen des Nationalparks findet eine aktive Entwicklung statt, Ziel ist hier die Steigerung der Naturnähe und die Erhöhung des Anteils der Naturdynamikflächen. So leistet der Nationalpark einen herausragenden Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Wir freuen uns sehr, dass bereits rund 7.200 Tier- und Pflanzenarten im Nationalpark nachgewiesen werden konnten. Auch die Wiedereinbürgerung des Luchses wurde zu einer Erfolgsgeschichte.
Für Menschen aus nah und fern ist der Harz ein beliebtes Erholungsgebiet, er hat eine besondere Bedeutung für den Tourismus und die Regionalentwicklung. Im Jahr 2010 wurde der Nationalpark Harz zu „Deutschlands schönstem Naturwunder“ gewählt – eine Auszeichnung, auf die wir stolz sein können.
Zukünftig soll eine einheitliche Gebietsentwicklung stattfinden. Dazu liegt nun der erste gemeinsame Nationalparkplan für die kommenden zehn Jahre vor, dies ist ein weiterer Meilenstein in der Nationalparkarbeit. Ausgehend von einer Analyse des derzeitigen Zustandes von Natur und Landschaft beschreibt der Plan die Ziele und Grundsätze sowie die notwendigen Maßnahmen für die Erhaltung und Entwicklung des Gebietes. Es handelt sich um einen gutachtlichen Fachplan, der unter Beteiligung des Nationalparkbeirates Harz und des Wissenschaftlichen Beirates Harz entstanden ist. Auch die Öffentlichkeit wurde im Hinblick auf seine Aussagen zu Umweltbelangen beteiligt. Zeitgleich wurde ein Wegeplan fertig gestellt, der den Nationalparkplan ergänzt. All denen, die bei den Planungen mitgewirkt haben, möchten wir auch an dieser Stelle sehr herzlich danken.
Für die Zukunft wünschen wir der Nationalparkregion und der Nationalparkverwaltung viele weitere Fortschritte und Erfolge – zum Wohle der Menschen und der Natur.
Hans-Heinrich Sander
Niedersächsischer Minister
für Umwelt und Klimaschutz
Dr. Hermann Onko Aeikens
Minister für Umwelt und Landwirtschaft
des Landes Sachsen-Anhalt