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28.02.2011

Nationalpark Harz feierte fünfjähriges Bestehen

Umweltminister Aeikens und Sander unterzeichneten ersten gemeinsamen Nationalparkplan

Der Nationalpark Harz feierte sein fünfjähriges Bestehen – das wurde am 25.2.2011 im Kloster Drübeck am Nordharz feierlich gewürdigt. Hans-Heinrich Sander, Niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz, und Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, unterzeichneten dort den ersten, gemeinsam erarbeiteten Nationalparkplan.


Nach Grußworten von Denis Loeffke, Bürgermeister der Stadt Ilsenburg, Andreas Pusch, Leiter des Nationalparks Harz, der auch durch die Veranstaltung führte, und Werner Grübmeyer, Vorsitzender des Nationalpark-Beirats, stellten die Minister fest, die Aufstellung des ersten länderübergreifenden Nationalparkplans in Deutschland sei mehr als eine Pflichtaufgabe gewesen. Um die Arbeit der nächsten Dekade abzustecken, bedurfte es des Schulterschlusses aller. Das habe dem Fusionsprozess gut getan und so wurde in den letzten Jahren aus zwei ehemaligen Verwaltungen eine gut funktionierende Einheit. Die Fusion der beiden einst getrennt verwalteten Nationalparke bezeichneten beide Minister als gelungen.


Wichtigste Ergebnisse des Nationalpark- und Wegeplanes sind die Erhöhung des Anteils der Flächen mit Naturdynamik, der sog. Kernzonen, von 41 auf 52 % und der Rückbau des Wegenetzes bis 2020 um 8 % von derzeit 814 auf 748 km. Dabei soll der Anteil Natur belassener Wege um 7 km (33 % aller Wege) ausgebaut und befahrbare Waldwege und -straßen um 10 bzw. 63 km zurückgebaut oder gesperrt werden, um sensible Flächen zu schützen.


Der Staatsvertrag legte fest, bis 2011 einen ersten Nationalparkplan zu erarbeiten und diesen alle 10 Jahre zu aktualisieren. Der neue Plan beinhaltet die Schwerpunkte der Arbeit der Nationalparkverwaltung. Dabei wurden ausgehend von einer Analyse des derzeitigen Zustandes von Natur und Landschaft die Ziele und notwendigen Maßnahmen für die Erhaltung und Entwicklung des Gebietes festgelegt. Die Minister betonten, dass es sich um einen gutachtlichen Fachplan handelt, der unter Beteiligung des Nationalparkbeirates Harz und des Wissenschaftlichen Beirates Harz entstanden ist. Auch die Öffentlichkeit wurde im Hinblick auf die Planaussagen zu Umweltbelangen beteiligt. Zeitgleich wurde ein Wegeplan fertig gestellt, der den Nationalparkplan ergänzt. Er tritt, ebenso wie die neue Zonierung, ebenfalls in Kürze in Kraft.


Auf der Grundlage eines Staatsvertrages erfolgte am 1. April 2006 die Einrichtung einer gemeinsamen Nationalparkverwaltung der Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit Sitz in Wernigerode und einer Außenstelle in Sankt Andreasberg. Damit wurden der noch zu DDR-Zeiten ausgewiesene Nationalpark „Hochharz“ und der 1994 gegründete niedersächsische Nationalpark „Harz“ vereinigt.


Der Nationalpark Harz umfasst ein Gebiet von 24.732 ha. Über 7.200 Tier- und Pflanzenarten sind im Nationalpark nachgewiesen. Auf inzwischen über 50 % der Fläche ist die Entwicklung nach dem Nationalparkmotto „Natur Natur sein lassen“ der Naturdynamik überlassen worden. Der Nationalpark leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.


Der Harz ist ein beliebtes Erholungsgebiet und hat deshalb eine besondere Bedeutung für den Tourismus und die Regionalentwicklung. 2010 wurde der Nationalpark Harz zu „Deutschlands schönstem Naturwunder“ gewählt.


Was sicherlich allen etwa 130 Teilnehmern der Feierstunde besonders in Erinnerung bleiben wird, ist die engagierte und herzerfrischende Beteiligung der Junior-Ranger des Nationalparks Harz. Das von ihnen mitgestaltete Multimedia-Ratespiel zu Nationalparkthemen war nicht nur eine Auflockerung der Feierstunde, sondern ein echtes Highlight, das allen Beteiligten die zukünftige Bedeutung des Nationalparks Harz für die Natur und die Menschen vor Augen führte.

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